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Nach dem Tod unseres "Brians" suchten wir eigentlich wieder einen Briard. Ein Züchter in unserer Nähe, der Briards und Schapendoes züchtet, hatte gerade seinen ersten Wurf Schapendoes und da war es um uns geschehen. Mit 3-jährigem Sohn und einem Säugling schien uns allein die Größe des Hundes optimal. Vom Äußeren her hätte es auch ein gut gelungener Mischling sein können. Man möge uns verzeihen, denn das ganze ist schon fast 6 ½ Jahre her. Wer kannte da in Deutschland schon einen Schapendoes?!
Wir sind sehr naiv an alles herangegangen. Naiv in der Hinsicht, da wir uns nie mit Hundezucht, VDH od. Ausstellungen beschäftigt haben. Wichtigstes Kriterium war (und ist immer noch) der Aspekt "Familienhund". Ziemlich schnell haben wir dann festgestellt, dass der Schapendoes ein besonderer Hund ist. Unsere "Ronja" hat sich ganz prima entwickelt und gut in die Familienbande eingefügt. Wir haben sehr schnell Freundschaft mit der Rasse geschlossen. Und wie das bei Hundeleuten so ist, haben wir weitere Kontakte zu Schapendoesbesitzern gesucht. Vor sechs Jahren kamen wir so in die Niederlande zu "de Vereniging de Nederlandse Schapendoes". Dort wurden wir sehr nett und offen aufgenommen und vor allem, wir bekamen Antworten auf unsere Fragen und sahen auf den Treffen (Clubmatches, Spaziergänge, Jonge-Hondedag, Ausstellungen) endlich mal viele andere Doesjes. In Deutschland war die Anzahl zu diesem Zeitpunkt noch sehr begrenzt. Auch heute sind wir immer noch Mitglied in der Vereniging und haben in diesen ganzen Jahren viele nette Leute kennenlernen dürfen. Als unsere Ronja zwei Jahre alt war, kam unsere Laika "de Olde Grise" zu uns. Das hieß mehr Dreck, mehr Arbeit, mehr Zeitaufwand und noch viel mehr Spaß und Liebe. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon von dem Virus "Hundezucht" befallen. D.h. Ausstellungen, Kontakte zu weiteren Züchtern (nun endlich auch in Deutschland), Erreichen der Zuchtzulassung, Gespräche mit Interessenten der Rasse, wälzen von Literatur, usw.. Mittlerweile hatten wir mit Laika im Sommer 1999 unserem zweiten Wurf. Laika ist eine sehr wesensfeste, ausgeglichene Hündin, die ihre Aufgabe als Mutter mit Bravour meistert. Es war so eine aufregende Zeit - Deckung, Schwangerschaft, Geburt, Aufzucht -. Natürlich kenne ich die biologischen Vorgänge, trotz allem bleibt es ein Wunder. Wir dürfen miterleben wie diese Wesen entstehen und geboren werden. Es ist wahnsinnig spannend die Kleinen und auch die Mutter und "Tante Ronja", die bei der Erziehung hilft, in dieser Zeit begleiten zu dürfen. Vor allem ist es aber auch eine sorgenvolle und arbeitsreiche Zeit, in der man die ganze Unterstützung der Familie benötigt. Nach der Abgabe merkt man, wie die Anspannung der vergangenen Wochen weicht. Als Züchter tragen wir eine große Verantwortung, derer wir uns immer bewusst sein sollten. Eine Verantwortung gegenüber dem Welpen und den neuen Besitzern. Bei der Auswahl des Deckrüden vertraue ich u.a. den Vorschlägen der Leute, die über mehr Erfahrung und entsprechendes Wissen (Genetik, bisherige Verbindung mit diesen Linien) verfügen. Sehr viel Wert legen wir auf die Prägung auf den Menschen, insbesondere auf Kinder. Unsere Kinder, Marius und Jana, sind uns hierbei eine sehr große Hilfe. Wir versuchen in diesen acht bis neun Wochen unsere Welpen auf ihr Leben vorzubereiten. Gleichzeitig versuchen wir in Gesprächen mit den zukünftigen Besitzern auch diese auf die meist neue Situation vorzubereiten. Wir bemühen uns das entgegengebrachte Vertrauen, sowohl von den Welpen als auch von den neuen "Herrchen", nicht zu enttäuschen. Wir haben in unseren Hunden ständige Begleiter gefunden, die unser Familienleben (selbstverständlich auch im Urlaub) absolut bereichern. Der Schapendoes bringt wundervolle Eigenschaften mit sich. Wer sich auf die Partnerschaft mit ihm einlässt und mit ihm Vertrauen, Zuneigung, genügend Beschäftigung und Bewegung mit der entsprechenden Erziehung zukommen lässt, wird nicht enttäuscht werden. Durch unsere züchterische Tätigkeit und die damit verbundenen Aufgaben hoffen wir einen großen Beitrag zum harmonischen Zusammenleben zwischen Mensch und Hund leisten zu können.
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