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Schapendoes als Beschützer der Herde?
Beschützer der Herde bedeutet auf Spanisch "Protector del rebaño". Dies haben wir als unseren Zwingernamen gewählt. Wir, dass sind Detlev und Elke Lachmann aus Schevenhütte bei Aachen. Wir möchten uns mit diesem Bericht vorstellen. Warum Beschützer der Herde? Eigentlich haben wir uns diesen Zwingernamen ausgesucht für unsere Mastin-Español Zucht. Der Mastin-Español gehört zu der Gattung der Herdenschutzhunde, der auch noch Heute aktiv als Herdenschutzhund in den Bergen Spaniens bei den Schafsherden als solcher eingesetzt wird. Wir suchten für den Sportlichen Bereich (Agility, Joggen und Fahradfahren) einen geeigneten Hund der diese Voraussetzungen erfüllte und zugleich vom Wesen her sehr Sozialverträglich ist. Wir könnten es uns nicht erlauben einen nervösen kleinen Kläffer neben unseren großen Hunden zu halten. Nach viel durchwälzen von Literatur kamen wir auf den Schapendoes, der uns auch gleich auf Anhieb gefiel. Nun mußten wir nur noch einen geeigneten Züchter finden, den wir überzeugen konnten, dass unsere Großen keine kleinen Schapendoesen fressen oder niedertrampeln. Nach knapp zwei Jahren lernten wir Els Jetten (van t´Drieverke) aus den Niederlanden kennen. Els Jetten ist als Schäferin in einem Naturprojekt beschäftigt, wo ihre Schafe die Grasflächen von Mastricht und Umgebung abmähen. In ihr fanden wir eine sehr kompetente und realistische Schapendoeszüchterin. Leider hatte sie zu diesem Zeitpunkt keine Hündin mehr frei. Sie vermittelte uns jedoch an die Familie Maas (Zwinger "Lasdoesha"), ebenfalls aus den Niederlanden. Dort bekamen wir unsere Caatje. Caatje entwickelte sich in unserem Haushalt mit zu dem Zeitpunkt 4 Hunden prächtig. Sie wuchs zu einer zierlichen und quirligen Hündin heran.
Als Els Jetten erneut einen Wurf hatte bekamen wir unseren zweiten Schapendoes Xamira v.t´ Drieverke. Auch Xamira entwickelte sich prächtig und der Wunsch Schapendoesen zu Züchten wurde immer Lauter. Nach den entsprechenden Zuchzulassungen von zunächst Caatje und anschließend Xamira folgte noch die Zwingerabnahme und es konnte losgehen. Ich fuhr mit Caatje nach Bayern zur Fam. Schindler. Dort wartete schon sehnsüchtig Chicco ("of Aiden Rud"). Nachdem es bei den beiden auch Funkte, waren wir sehr zuversichtlich das es klappte. Chicco, der schon mehrfach erfolgreich gedeckt hat gab sich die größte Mühe. Ich nahm Chicco sogar mit nach Hause und sie probierten es auch dort fleißig weiter. Aber, trotz offentsichtlicher Sympathie und Zuneigung ließ Caatje sich nicht Decken und es kam nicht zum "Hängen". Als Xamira im März diesen Jahres soweit war, fuhr meine Frau Elke hoch in die Niederlande zu einem der Deckrüden den uns der Niederländische Schapendoesclub genannt hat. Auch hier klappte es zunächst nicht, obwohl er auch schon erfolgreich vorher und wie uns die Besitzer mitteilten auch anschließend gedeckt hat. Nachdem meine Frau den zweiten möglichen Rüden aufgesucht hat, klappte es auf Anhieb. Es lagen nur wenige Stunden dazwischen. Glücklich und zufrieden kamen beide wieder nach Hause. Erwähnen möchte ich hier noch, die überaus freundliche und zuvorkommende Aufnahme bei den immerhin Fremden Familien der Rüdenbesitzer. Nach knapp 63 Tagen war es dann soweit und "Xammi" brachte 9 Welpen zur Welt. Trotz der großen Aufregung unsererseits meisterte unsere "Xammi" hervorragend die Geburt. Leider starben zwei Welpen. Es war nicht unser erster Wurf. Wir hatten schon einmal einen Wurf Mastin-Español. Es gab alllerdings einen gewichtigen unterschied. Anstatt ein Wurfgewicht von ca. 600 - 1000g beim Mastin waren es nun 200 - 400g beim Schapendoes. Die Aufzucht verlief ohne Komplikationen und auch unsere Zuchtwartin (Beardiezüchterin) war sehr zufrieden. Hier möchte ich erwähnen, dass wir sehr viel Wert legen auf die frühe Sozialisierung der Welpen. Ab ca. der Dritten Woche kamen sie schon kurzzeitig nach Draussen. Unter dem Schutz ihrer Mama lernten sie schon frühzeitig ihre Umwelt kennen. Schon ab dieser Zeit lernen die Welpen prägend zu lernen. Hier werden die ersten Grundsteine eines Hundelebens gelegt. Welche Fehler hier gemacht werden können, sehen wir immer wieder in unsern Welpenkursen unserer Hundeschule wenn die Welpen zwar wohlbehütet großwerden aber leider isoliert waren von der Umwelt. Nach vielfachen Besuchen der Welpenkäufer, worauf wir großen Wert legen, kam natürlich der Tag der Abgabe. Schmerzlich war die Trennung von den Liebgewonnenen Welpen. Natürlich die offenen Fragen, ob er es gut haben wird und ob sie auch vernünftig mit ihm umgehen usw. Nach nunmehr knapp 5 Wochen geht es allen "unseren Babys" bei ihren neuen Besitzern prächtig und wir freuen uns besonders, dass sie auch alle eine sog. Welpenschule besuchen. Wir selber haben uns auch einen Welpen behalten, Alegra die unser ganzes Rudel mit 3 Mastines und 2 Schapendoesen aufmischt. Vergessen möchte ich nicht unsere weiteren Familienmitglieder, die zwei Hängebauchschweinchen, sieben Hühner und unsere 5 Laufenten.
Bedanken an dieser Stelle möchte ich mich bei meiner lieben Frau Elke die viele Nächte bei "unseren Babys" gewacht hat und sie Mühevoll umsorgt hat. Des weiteren bei unserer lieben Freundin Els Jetten, die nicht nur ihre viele Erfahrung einfließen ließ, sondern auch die Kontakte mit den Niederländischen Rüdenbesitzern hergestellt hat. Dank auch an Frau Schulz, die uns immer wieder mit Rat und Geduld zur Seite steht, sowie den anderen die ich hier nicht erwähnt habe.
Zum Schluss noch unser Zuchtziel: Umweltsicheres Wesen, dem Standart Typvolle und Gesunde Schapendoesen zu Züchten sowie die richtigen Besitzer zu finden, soweit diese Dinge immer machbar ist.
Sollten sie einmal in der Nähe von Aachen sein, würden wir uns freuen wenn sie bei uns in Schevenhütte vorbeischauen würden.
Detlev und Elke Lachmann
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