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Wir möchten uns gerne einmal vorstellen und die Geschichte erzählen, wie wir mit dem Wunsch, einen Hund zu haben, zum Schapendoes gekommen sind. Wir sind eine vierköpfige Familie. Dazu gehören noch der Kater „Timmi“ und die Schapendoes- Hündinnen „Djana“, „Delice“ und „Antonia“. Als wir zusammen mit Kater „Timmi“ vor acht Jahren unser eigenes Haus im Grünen auf dem Land, in einem Dorf sinnigerweise mit dem Namen „Grünkraut“ bezogen, war für uns alle klar, daß noch ein Hund mit uns im Haus leben sollte. Endlich konnten wir unseren seit Kindertagen gehegten Wunsch erfüllen. Für uns war klar, daß es ein ganz natürlicher Hund sein soll, der weder kupiert ist, noch zum Hundefriseur muß. Er sollte lange Haare und einen kräftigen Bart haben. Also machten wir uns mittels Büchern schlauer und besuchten eine Hundeausstellung, um die verschiedenen, in Frage kommenden Rassen einmal in natura zu sehen.
Wir lernten dort ein sehr nettes Ehepaar kennen, mit dem wir bis heute gut befreundet sind. Sie züchteten schon seit Jahren PONs. Von ihnen sollten wir ein Hundebaby bekommen, doch leider hatte die Hündin damals nicht aufgenommen. Sie sorgten deshalb dafür, daß wir doch noch unseren „Wuschel“ bekamen und nannten uns eine Züchterin, die zwar keine PONs, aber Schapendoes züchtete. So durften wir nach einigen Monaten Wartezeit unsere „Djana“ in die Arme schließen. Weil „Djana“ so eine überaus liebe und unkomplizierte, aber auch sehr gelehrige Hündin ist, dachten wir, daß sie noch eine Spielkameradin haben sollte. Auch der Wunsch, etwas für diese wunderbare Rasse zu tun, wurde immer größer. So machten wir uns auf und reisten ins Ursprungsland des Schapendoes, nach Holland. Auch jetzt hatten wir wieder das Glück, eine gute Freundin dort zu haben, die sich für uns einsetzte, trotz der langen Welpen- Wartelisten eine Hündin zu bekommen, mit der wir später vielleicht einmal züchten könnten. Als die Babies in der Zuchtstätte „van het Rollecaterdeel“ bei der Familie Henk und Ria Smit zur Welt kamen, konnten wir es kaum erwarten, sie zu besuchen. Aus der Verpaarung von „Ami Verony’s Victor van het Geuzenheim“ und „Jinne van het Rollecaterdeel gingen vier kleine schwarze Fellknäuelchen hervor. Eines davon sollte unsere „Delice Jinne van het Rollecaterdeel“ sein. Das „Schapendoesvirus“ hatte uns längst schon gepackt, und wir taten alles, um unser Wissen über diese Hunde zu erweitern. „Delice“ wuchs zu einer kräftigen Hündin heran und hatte bereits in ihrem ersten Lebensjahr schon Ausstellungserfolge. Es war uns auch vergönnt, mit „Delice“ auf diesem Weg weiter zu kommen, bis sie schließlich in ihrem dritten Lebensjahr den Titel des „Internationalen Schönheits- Champions“ zuerkannt bekam.
Inzwischen ist unsere „Djana“ schon sieben Jahre alt, aber noch verspielt wie eh und je. „Delice“ hatte sechs Welpen, die wir mit ihr zusammen in Haus und Garten für ein schönes Schapendoesleben vorbereitet haben. Alle haben sich prächtig entwickelt. „Aragon“, einer ihrer Söhne, hat bereits Ausstellungsluft geschnuppert und trägt zur Freude seiner Familie und von uns den Titel „Rheinland-Pfalz- Jugendsieger“. Eine Tochter von „Delice“, die rabenschwarze „Antonia“, ist bei uns geblieben, so daß wir nun ein lustiges Hundetrio haben. „Delice wird, wenn alles gut geht, jetzt in ihrem vierten Lebensjahr wieder Mama werden. Vielleicht wächst unsere Hundefamilie dann noch einmal durch ein Hundemädchen an. Und wenn wir Glück haben, tritt sie dann in die Fußstapfen ihrer Mama.
Was uns aber wichtig ist und sehr am Herzen liegt, das ist, mit all unserem Wissen und sehr sorgfältiger Zuchtplanung dafür zu sorgen, daß diese herrliche Hunderasse gesund erhalten bleibt, und nicht zum „Modehund“ abrutscht. Deshalb bemühen wir uns, als Mitglieder der „Vereniging de Nederlandse Schapendoes“ und der „Interessengemeinschaft Schapendoes“, mit deren züchterischen Vorstellungen übereinzustimmen. Wir möchten unsere „Delice“ als Stammmutter nicht zu sehr beanspruchen und werden ihr mit Sicherheit nicht das erlaubte Maß von Welpen bzw. Trächtigkeiten auflasten. „Antonia“ wird nicht in die Zucht gehen. „Djana“ genießt als älteste sämtliche Rechte im Rudel, und für die Welpen ist sie die gute Tante. Es liegt uns ferner nichts daran, in kurzer Zeit möglichst viele Hunde zu züchten. Vielmehr möchten wir erst einmal abwarten, wie sich die einzelnen Welpen in ihrem neuen Zuhause entwickeln. Unser Ziel ist, gesunde und wesensfeste Hunde sowie diese möglichst breit und vielfältig zu züchten, d.h. wir scheuen bei der Auswahl der Rüden keine Zeit und keinen Weg und wollen vor allem auch die Rüden wechseln. Wurfwiederholungen befürworten wir nur, wenn die Nachkommen im erwachsenen Alter nach eingehender Begutachtung absolut gesunde, rassetypische und außergewöhnlich gute Hunde geworden sind.
Wir sind bestrebt, mit unseren Welpenübernehmern nach der Abgabe Kontakt zu halten und ihnen in Hundeangelegenheiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Deshalb freuen wir uns immer, wenn wir gemeinsam Wanderungen machen oder vielleicht einmal die eine oder andere Ausstellung besuchen können. Sehr schön und interessant sind auch die jeweiligen Junghundetage der „Vereniging de Nederlandse Schapendoes“ und der „Interessengemeinschaft Schapendoes“. Bei diesen Veranstaltungen werden die jungen Schapendoezen mit ihren Eltern zusammen vorgestellt und beurteilt. Man kann hier gut beobachten, wie sich Rüde und Hündin bei ihren Nachkommen vererbt haben. Außerdem ist es ohnehin jedesmal ein Erlebnis, so viele Schapendoezen auf einmal zu sehen und festzustellen, wie friedlich sie doch meist miteinander umgehen. Wir hoffen, dazu mit unserer Zucht einen kleinen Beitrag leisten zu können.
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